7. Bericht: Aachen, Düsseldorf, Osnabrück

Wir sind Austauschstudentinnen von der Universität Hildesheim. Durch die Empfehlung von Frau Xingye Pan haben wir eine Chance bekommen in dem Projekt „Open Doors Open Minds“ teilnehmen zu können. Es war ein einzigartiges Erlebnis für uns. Wir sind noch nicht lange in Deutschland und können die deutsche Sprache nicht so gut, aber es gab keine Störung in der Kommunikation zwischen den herzlichen Menschen aus zwei verschiedenen Kulturen. Durch die starke Unterstützung von Frau Sabine Koch und Soroptimist International Club Hildesheim haben wir in den 4 Tagen die deutsche Kultur, deren Sitten, Geschichte und das Familienleben der Deutschen viel besser kennengelernt. Was wir auf der Reise gesehen, gelernt und gefühlt haben, ist in unserem Leben nicht wiederholbar, und wir werden es ein lebenslang in unsere Erinnerung behalten.

Aachen

Ganz früh morgens hat uns Sabina zum Hauptbahnhof Hildesheim gefahren. Am Bahngleis hat sie uns nochmal geklärt, was wir auf der Reise beachten sollen. Wir haben verabredet, dass wir jeden Abend miteinander telefonieren. Wir wussten, dass sie sich Sorgen um uns macht. Sie ist immer so lieb zu uns.

Das Wetter war zwar nicht so toll, kann aber unsere gute Laune nicht stören. Frau Dagmar Stähler wartete schon auf uns am Bahngleis in Aachen. Das war eine süße Dame, die immer lächelt. Sie hat uns direkt in ihre Wohnung gefahren, weil wir nach 6 stündigen Fahrt sehr müde aussahen. Beim Mittagsessen hat Dagmar uns viel über ihre China Erfahrung erzählt. Es war wirklich erstaunlich, dass sie in so vielen Städten in China gewesen ist, selber als Chinesen kennen wir auch nicht alle. Nachmittags sind wir in die Altstadt gefahren. Dort haben wir endlich den berühmten Aachener Dom besichtigt. In Hildesheim hat uns Sabina darauf schon vorbereitet. Durch die Vorkenntnisse können wir viel besser davon verstehen. Der Aachener Dom besteht aus drei Bauteilen, die aus verschiedenem Baustil sind, weil In den letzten tausend Jahren die Leute diesen Dom immer neu renoviert haben. In der Kirche ist es ziemlich dunkel, trotzdem sieht man deutlich die schönen bemalten acht Segmente an der Decke. Hier ist es auch wie im Museum. In der Kirche gibt es viele Schätze und kirchliche Exponate. Die alte Stadtmauer vom Mittelalter, die schönen Gildehäuser stehen immer noch in der Stadtmitte und der interessante Wasserbrunnen. Hier kann man die beste Kombination von Historie und Moderne sehen. Die Leute leben in der Gegenwart und vergessen aber nicht die Vergangenheit. Das ist gerade was die Chinesen lernen sollen. Wir sind auch in der TU Aachen gewesen; wir haben Aachener Printen probiert und als Geschenk gekauft. Der voll geplante erste Tag war sehr schön.

Wir fahren weiter nach DüsseldorfMorgens hat uns Dagmar bis zum Bahngleis begleitet. Das Essen und die Getränke für Unterwegs hat sie schon für uns vorbereitet. Als der Zug langsam losgefahren ist, lief sie sogar ein Stück mit. So eine Liebe Frau. Wir haben geweint und geweint. Wir haben unsere  Traurigkeit von der Verabschiedung noch nicht ganz überwundern, da taucht auch schon Düsseldorf vor unseren Augen auf.

Die Stadt ist im Vergleich mit Aachen sehr anderes. Düsseldorf ist eine internationale Stadt. Heute sahen wir überall Japaner mit Cosplay oder japanischem Kimonos. Wir sind durch ein paar Straßen gegangen und kamen endlich bei Frau Alla Pfeffer Zuhause an. Sie ist eine elegante nette Frau. Am Abend hat sie  eine große Feier extra für uns vorbereitet. 20 Clubschwestern sind auch eingeladen. Die Servierten sind wie chinesischer Bambus gefaltet. Sie hat den Koch extra zu ihr nach Haus kommenlassen und kochte chinesische Spezialitäten. Wir können kaum glauben, was wir dort alles erlebt haben. Das ist die deutsche Gastfreundschaft. Als kleines Dankeschön haben wir bevor das Dinner angefangen hat zwei Stücke für die Gastgeber und alle Gäste gespielt. Coral von Astor Piazzorlla und venedisches Boot Lied von Mendelsohn. Nach dem schönen Essen und Trinken sind wir gemütlich mit den Gästen ins Gespräch gekommen. Das war wirklich ein guter intensiver Deutschkurs für uns. Übernachtet haben wir bei Frau Marjatta Spohr Zuhause. Ihr traumhaftes Haus wurde von ihr und ihrem Ehemann zusammen entwickelt. Sie sind beide Architekten. Viele bekannte Gebäude in Düsseldorf hat Herr Spohr mitentwickelt. Morgens haben wir das Traumhaus noch genauer angeschaut. Das Haus ist direkt am Rhein. Alles hier ist unglaublich. Vor dem Frühstück haben wir sogar im Schwimmbad geschwommen. Frau Marjatta Spohr hat unsin dem laufendenTag viel über die deutsche Geschichte und Kultur erzählt. Eine Freundin von ihr war drei Jahre in Taiwan. Sie hat uns alle Fotos von dort gezeigt. Eine begeisterte Neigung zur chinesischen Kultur ist bei ihr sehr deutlich.

Wir wollen uns mit einem schönen Lächeln von Marjatta verabschieden, aber wir haben es doch nicht ausgehalten. Wir wussten nicht mehr ob es Regenwasser oder Tränen war.

Die letzte Station ist Osnabrück, das ist eine ruhige Stadt. Dort warteten Frau Marie Luise und Frau Regina auf uns. Die lieben Damen sind genauso gastfreundlich. Sie bereiteten uns leckeres Essen vor, erzählten uns Geschichten über die Kultur von Osnabrück. Wir haben den Dom und das Rathaus besichtigt. Dabei haben wir noch Vorort Schokolade gekauft. Wir haben sogar eine Einladung von ihnen zu Weihnachten bekommen.

Liebe braucht kein Wort. Engel sind überall auf der ganzen Welt,  nur wenn du mit dem Herzen in die Welt schaust, wirst du sie treffen.

8. Bericht: Nürnberg, Bamberg, Coburg

Wir sind Austauschstudentinnen von der Universität Hildesheim. Durch das „International Office“ haben wir von dem Clubprojekt „Soroptimist- Open Doors, Open Minds“ erfahren und Frau Xingye Pan und Frau Sabine Koch kennengelernt. Wir freuten uns sehr, diese Chance erhalten zu haben. Wir haben lange über die Reise diskutiert. Schließlich haben wir festgelegt, dass wir nach Nürnberg, Bamberg und Coburg reisen möchten.

Diese Reise war für uns sehr sinnvoll und hilfreich. Wir konnten bei deutschen Familien wohnen und mit diesen Familien zusammen je einen Tag verbringen. Es ist eine gute Chance, die deutsche Kultur und deutsches Leben kennen zu lernen.

Nürnberg

Am 10.08 trafen wir uns mit Frau Weiner am Hauptbahnhof in Nürnberg. Unsere Züge hatten 15 Minuten Verspätung. Aber zum Glück hat Frau Weiner uns reibungslos bei der Station abgeholt. Dann gingen wir zu Fuß und besichtigten die Stadt. Wir haben die St. Lorenzkirche, die Frauenkirche und St. Sebalduskirche gesehen. Wir sind auch am Ufer des Flusses Pegnitz entlang spaziert. Auf dem Hauptmarkt haben wir uns den 19-Meter-hohen „Schönen Brunnen“ angeschaut.  Die vierzig farbig bemalten Figuren des Brunnens stellen in vier Stockwerken das Weltbild des Heiligen Römischen Reiches dar. Die Kaiserburg haben wir auch besucht. Die Burg war im Mittelalter eine der bedeutendsten Kaiserpfalzen des Heiligen Römischen Reichs und ist das Wahrzeichen von Nürnberg. Von dieser Burg konnten wir einen guten Blick auf die ganze Stadt haben. Das Museum in der Burg zeigte uns zahlreiche Waffen und Rüstungen. Durch diese Waffensammlung lernten wir viel über die Waffengeschichte Deutschlands. Am Fuß der Kaiserburg liegt das Albrecht-Dürer-Haus, in dem wir viele berühmte Werke von Dürer und seine Werkstatt besichtigt haben. Sein Selbstbildnis machte einen tiefen Eindruck auf uns. Danach haben wir die Spezialitäten in Nürnberg – Salzbrezel, Lebkuchen und Bratwürstchen - probiert.  Die vierte Spezialität - Spielzeug - haben wir auch im Handwerkhof gesehen.

Am Abend erlebten wir das Sommerfest in Neumarkt, wo die Familie wohnt. Dort sind die Familie und wir beide mit dem Riesenrad gefahren. An der Spitze hatten wir einen guten Ausblick auf die Stadt bei Nacht.

Am zweiten Tag gingen wir nach dem Frühstück sofort zur Kirche und dort beobachteten wir  eine Messe und eine Taufe. Damit verstanden wir die Religion besser. An diesem Tag fand auch das Volksfest von  Neumarkt statt. Deswegen hatten wir eine Chance, uns den Umzug anzuschauen. Viele Demonstrationszüge zeigten uns Dirndl und die Tradition in Bayern. Es gefällt uns sehr. Danach haben wir das Wahrzeichen von Neumarkt- Burgruine Wolfstein -besucht.

Zwar blieben wir nur zwei Tage bei der Familie, aber Frau Weiner und ihr Mann waren sehr nett. Wir haben uns viel über Deutschland und China unterhalten. Dazwischen haben sie uns auch die Kultur und Geschichte von Deutschland erklärt.

Bamberg

Am 12.08. fuhren wir von Neumarkt nach Bamberg. Nach einer kleinen Pause bei Frau Bauer-Bornemann, fuhren wir mit ihr und ihrem Mann zur Alten Burg. Danach haben wir lange Zeit ein Restaurant gesucht, weil am Montag die meisten Geschäfte geschlossen haben. Endlich haben wir ein Restaurant in Erbach gefunden. Nach dem Essen haben wir uns auch das Kloster Erbach angeschaut. Am Nachmittag besuchten wir Königsberg, das ein kleines aber schönes Dorf ist. Am Abend trafen wir uns mit dem SI-Club in Bamberg und aßen zusammen.

Am zweiten Tage haben wir erst die Stephankirche, das Alte Rathaus und die Kleine Venedig besichtigt. Mit der Gondel konnten wir die Schönheit der Stadt besser erleben. Zum Mittagessen haben wir das Rauchbier probiert. Es schmeckte ganz anders wie anderes Bier. Dann gingen wir zum Dom. Dort haben wir den Bamberger Reiter und das Grab des Königspaares Heinrich II. und seiner Frau Kunigunde gesehen. Danach haben wir das Diözesanmuseum besucht. Darin haben wir ein bekanntes Werk von Ai Weiwei- ein berühmter chinesische Künstler – gesehen. Gegenüber dem Sternenmantel des Königs mit Tierkreiszeichen lag ein großer Regenmantel als Diskussionsanregung.

Wir sind Herrn und Frau Bauer-Bornemann sehr dankbar, weil sie sehr rücksichtsvoll waren. Besonders in Bezug auf die Speisen. Bei den Besichtigungen begleitete uns auch der Hund Stupi (Struppi), der sehr lieb ist.

Coburg

Am 14.08. fuhren wir von Bamberg nach Coburg. Dort wurden wir von Frau Schütz begrüßt und haben mit ihr die Basilika Vierzehnheiligen, den Kurpark und das Kloster Banz in Lichtenfels besucht. Lichtenfels ist eine Korbstadt in der Nähe von Coburg. Danach fuhren wir zur Veste Coburg, wo Martin Luther ein halbes Jahr während des Augsburger Reichstags verbrachte. Sie ist auch das Wahrzeichen der Stadt. In ihren Mauern birgt die Veste Coburg Geschichte und Geschichten zum Anfassen aus unterschiedlichen Epochen.

Am Abend haben wir mit der Familie gegrillt. Es machte uns viel Spaß und das Essen schmeckte sehr lecker. Nach dem Essen unterhielten wir uns über China. Dabei erfuhren wir, dass die Familie eine Möbelfabrik in Indonesien  betreibt. Am zweiten Tag besichtigten wir die Ausstellung in ihrer Firma. Dort haben wir viele schöne Möbel aus Rattan gesehen. Am Mittag verabschiedete die Familie uns und wir fuhren  mit guter Laune zurück.

Während dieser Reise haben wir viele nette Menschen kennengelernt und die deutsche Kultur und die Geschichte besser verstanden. Wir finden es sehr sinnvoll und danken dem Club und den Familien sehr. Sie werden mit der Reise zusammen in unserem Gedächtnis für immer unvergessen sein.