2b. Bericht: Magdeburg, Leipzig, Dresden

Der erste Tag unserer Reise beginnt am Freitag (nicht den 13;-)), den 18 September. Es scheint die Sonne. Ein herrliches Wetter ... !!! Frau Koch holt uns an Hildesheimer Hauptbahnhof ab. Wir fahren ganz gemütlich mit ihrem Auto erstmal nach Magdeburg. Wir sind gut angekommen, ohne Staus auf dem Autobahn und ganz gespannt auf unser Reiseziel, auf neue Leute, auf die Städte, wo wir noch nie waren ...

Magdeburger Dom, einer der bedeutendsten Bauwerken Sachsen-Anhalts, das älteste gotische Gebäude Deutschlands und Wahrzeichen der Stadt.

Weiter geht es zum Hundertwasserhaus, das in der Nähe vom Dom liegt. Das Werk kann man bewundern oder auch nicht. Ich finde das Haus witzig und sehr farbenfroh, so ein Kontrast zu dem grauen, unattraktiven Gebäude der Bank, das sich auch am Domplatz befindet. "Die gerade Linie ist gottlos" Hundertwasser. Ich stimme zu ... Kaufe mir gleich ein Lesezeichen mit dem schönen Spruch. 

Das Treffen mit der Präsidentin des Soroptimist Clubs Antje Drux, bei der wir übernachten und die ftir uns in Magdeburg "zuständig" ist. Eine sehr lebendige, sympathische und mit viel Humor Frau. Da verabschieden wir uns von Frau Koch, die weiter mit ihrer Freundin zu ihrer Heimatstadt fährt. Antje (es wird gleich geduzt!) macht mit uns einen Spaziergang der EIbe entlang. Sie weiß viel über ihre Stadt, wo sie geboren und aufgewachsen ist. Abendessen (es war schon alles vorbereitet, auf uns wurde gewartet!) bei ihr zu Hause. Antje kennt erstaunlich viele Wörter auf Russisch (im Vergleich zu den neuen Bundesländern, wo damals und auch jetzt Russisch eher seltenu nterrichtet wird) noch von der Schulzeit. "Theater an der Angel". Da fahren wir nach dem Essen mit ihrem Mann. Das Stück heißt "Offene Zweierbeziehung". Wird viel gelacht, bis zu den Tränen. Weiter ist eine Party angesagt. 80er Rockmusik. spielt eine Magdeburger Band. Wir sind müde, aber sehr zufrieden. Gegen 23.00 gehen wir voller Begeisterung ins Bett. Morgen geht es weiter nach Leipzig. Ist Leipzig eine schöne Stadt!!! Viel los, was ftir eine Stimmung!!! Bin begeistert!!! Einer der ftihrenden Handels- und Messestädte Deutschlands. Mit Frau Wittekind (Präsidentin des Leipziger Clubs) machen \vir Stadtrundfahrt mit den anderen Soroptimist Teilnehmerinnen aus Reutingen und Schweiz, mit dem schicken Oldie Bus. Das wunderbare Wetter begleitet uns. Wir freuen uns. Bei dem Völkerschlachtdenkmal steigen wir aus. Ein riesiges Denkmal. Ist auch das größte Denkmal Europas. Beeindruckend!

Wir gehen ins Bach Museum. Hören uns ein paar seiner Werke. Genießen klassische Musik. Gleich neben dem Museum kaufen wir Leipziger Lerche. Lecker! Müsst ihr probieren. (Wisst ihr, warum es so heißt?) Am nächsten Tag sind wir alleine durch die Stadt gegangen. Ein bisschen shoppen schadet nie;-) Kaffee trinken, Leute angucken, quatschen über bisher Erlebtes ... Toll!!!

Nicht zu vergessen: Leipziger Hauptbahnhof, der größte Kopfbahnhof Europas! Ist wirklich riesig. Einkaufmöglichkeiten, was das Herz begehrt ... Man kann gar nicht alles beschreiben! 

Dresden. Trotz gewaltigen Zerstörungen während des Krieges bleibt die Stadt einer der schönsten und beeindruckendsten Städte Deutschlands. Besuch der Frauenkirche, Dresdner Gemäldegalerie. Zwinger , Schloss im Pillnitz? Panometer, wo man sehen kann, wie Dresden in 1725 Jahrhundert aussah ... Raubt deinen Atem ... Sächsische Schweiz, ja, da waren wir auch. In Dresden übernachten wir bei Frau Walser. Aber jeden Tag holen uns andere Frauen aus dem Club. Also, eine tolle Möglichkeit neue (sehr interessante!) Leute kennen zu lernen. Die waren alle sehr nett zu uns. Hier möchte ich mich bei allen Frauen bedanken, die wirklich interessiert an diesem Projekt waren und die sich viel Mühe gegeben haben und Zeit mit uns verbracht haben trotz der Berufstätigkeit. Ich wollte nicht in meinem Bericht alle Sehenswürdigkeiten beschreiben und unsere Eindrücke. Es liegt vor euch jetzt nur eine ganz kleine Zusammenfassung sozusagen ein Sketch von dem, was wir erlebt haben, wie viele Leute wir kennen gelernt haben, was wir gesehen haben, alle Sehenswürdigkeiten, worüber wir uns unterhalten haben, was wir gegessen haben, was wir gehört haben, unsere Emotionen und Eindrücke ... Also, es hat sich wirklich gelohnt. Noch mal herzlichen Dank an den Soroptimist Frauen für diese tolle Möglichkeit, Deutschland näher kennen zu lernen.

Ksenia Olzoeva

P .S. Falls es weitere Fragen gibt, stehe ich gerne zur Verfügung.